Künstliche Intelligenz am Fahrrad?

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Der Hersteller von Komponenten für Fahrräder “Shimano” hat in den USA ein Patent für die Anwendung Künstlicher Intelligenz auf Fahrrädern erteilt bekommen. Dem allgemeinen Trend folgend hält KI in immer mehr Produktbereichen Einzug. Ist es nur ein “Marketing Gag” oder steckt wirklich etwas dahinter?

Sieht man das Patent näher an, so fällt einerseits auf, dass es eine sehr allgemeine Beschreibung von Abläufen ist, die nichts konkretes enthalten, und andererseits fast alle möglichen Fahrradteile benannt sind. Es ist kaum zu glauben, dass etwas mit so wenig Innovation und Erfindungshöhe ein Patent bekommt. Durch dass Auflisten fast aller Teile im Patent will Shimano wohl, dass möglichst alle Erfindungen, die in Zukunft kommen könnten, unter dieses Patent fallen.

Was kann KI am Fahrrad leisten?

Als Einsatzgebiet ist die Prognose der Lebensdauer der Verschleißteile, deren Abnutzung nicht direkt messbar ist, denkbar. So ist vorstellbar, dass von etlichen Sensoren gesammelte Daten, wie zum Beispiel das Bremsverhalten oder die Kraftentwicklung beim Antritt verwendet werden, um dem Besitzer des Geräts von Zeit zu Zeit anzuzeigen, dass die Kette getauscht werden soll. Solche Berechnungen lassen sich mit relativ einfachen Machine Learning Verfahren realisieren. Ob das einen Vorteil gegenüber einfacher mechanischer Prüfung bietet, bleibt dahin gestellt.

Aber vielleicht sind andere in Zukunft kreativer, als ich beim Ausdenken von Anwendungen. Sie werden sich dann, aber mit dem Patent von Shimano auseinander setzen müssen.

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