Werden Softwareentwickler durch AI-Software ersetzt?

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Vor einigen Tagen hat Github ein neues Produkt vorgestellt, den “GitHub Copilot”, der Unterstüzung bei der Softwarentwicklung bieten soll. Das System vervollständigt Sourcecode, den man gerade schreibt, automatisch. Das Ganze geht dabei weit über die Autovervollständigung von gängigen Entwicklungsumgebungen hinaus. So reicht es beim GitHub Copilot oft, wenn man beim Schreiben einer Funktion den Namen und einen kurzen Kommentar über die Funktionalität angibt, und der Code wird ergänzt.

Video zur Codevervollständigung

Welche Technologie steckt dahinter?

Im Kern verwendet GitHub Copilot ein neues Sprachmodell von OpenAI namens Codex, das ein Abkömmling von GPT-3 ist , das jedoch speziell auf die Codegenerierung trainiert wurde. Dazu wurde es mit großen Mengen Quellcode aus Quellen wie Github und Stack Overflow trainiert. Es funktioniert praktisch mit jeder Programmiersprache, am besten mit Python, JavaScript, TypeScript, Ruby und Go. Derzeit handelt es sich bei GitHub Copilot um eine Visual Studio-Erweiterung, und nur für einen geschlossenen Bezutzerkreis als Beta Version verfügbar. Weitere Infos finden sich im Blogbeitrag von GitHub unter:

Wie gut ist es?

Die Entwickler von GitHub haben ein Experiment durchgeführt, um die Genauigkeit des Tools zu messen. Es wurde mit einer Reihe von Python-Funktionen aus Open-Source-Repositories getestet. Alle Funktionskörper wurden gelöscht, und der einzige bereitgestellte Kontext waren die Funktionsnamen und Docstrings zur Beschreibung der Funktionalität. Copilot war in der Lage, diese in 43 % der Fälle korrekt zu ergänzen, und die Genauigkeit stieg nach 10 Versuchen auf 57 %. Dies ist wirklich eine bemerkenswerte Leistung, da das Tool funktionierenden Code erzeugt.

Müssen Softwareentwickler um ihre Jobs bangen?

Die Macher behaupten, dass das Tool nur dazu dient, die Produktivität zu steigern und Entwickler von manuellen Aufgaben zu befreien und ihnen zu helfen, sich auf interessantere Arbeiten zu konzentrieren. Es könnte auch möglich sein, dass es die Hürden für Anfänger senkt, in die Software-Industrie einzusteigen. Welchen Einfluß derartige Werkzeuge auf das Berufsbild wirklich haben werden, wird erst die Zukunft zeigen.